UNHCR zählt 117,8 Millionen vertriebene Menschen, während Rückkehrbewegungen zunehmen
Der Global Trends-Bericht des UNHCR besagt, dass Ende 2025 117,8 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben waren, ein seltener Rückgang nach einem Jahrzehnt des Wachstums, aber weiterhin ein Ausmaß, das die Agentur als außergewöhnlich hoch beschreibt.
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- Der Global Trends-Bericht des UNHCR beziffert gewaltsame Vertreibung Ende 2025 auf 117,8 Millionen Menschen.
- Der UNHCR-Bericht zählt 41,6 Millionen Flüchtlinge und 68,7 Millionen intern Vertriebene.
- Der UNHCR-Bericht sagt, dass 2025 4,36 Millionen Flüchtlinge nach Hause zurückkehrten.
- Die European Commission sagt, dass der EU-Asylpakt im Juni 2026 in Anwendung trat.
UNHCR (Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen, gegründet 1950 mit Sitz in Geneva) erstellt den jährlichen Global Trends-Bericht über gewaltsame Vertreibung. Barham Salih (UN-Hochkommissar für Flüchtlinge seit 2026 und ehemaliger irakischer Präsident) ist der im Berichtszyklus zitierte Leiter der Agentur. Tarek Abou Chabake (Chefstatistiker des UNHCR) erläutert die statistischen Faktoren hinter dem Rückgang. Lebanon (östlicher Mittelmeerstaat an der Grenze zu Israel und Syria) ist mit erneuter kriegsbedingter Vertreibung konfrontiert. Hezbollah (libanesische schiitische Bewegung und bewaffnete Gruppe, unterstützt von Iran) steht im Zentrum des Konflikts von Lebanon mit Israel. Sudan (nordostafrikanischer Staat im Bürgerkrieg seit April 2023), Syria (Nahoststaat, in dem der Krieg 2011 begann) und Afghanistan (seit 2021 von den Taliban regierter Staat) dominieren die jüngsten Rückkehrströme. Fedasil (Belgiens föderale Aufnahmeagentur für Asylsuchende) ist die belgische Institution, die am unmittelbarsten betroffen ist, wenn globale Vertreibung zu Asyldruck in Belgien wird.
Background
Die jährliche Reihe des UNHCR zeigt, wie sich gewaltsame Vertreibung von einem schweren, aber kleineren Problem der Zeit nach dem Kalten Krieg zu einer strukturellen globalen Krise nach dem Krieg in Syria ab 2011, Russlands umfassender Invasion der Ukraine 2022 und dem Bürgerkrieg in Sudan 2023 entwickelte. Die UNHCR-Seite sagt, dass weltweit inzwischen einer von 70 Menschen gewaltsam vertrieben ist. Europa erlebte zuletzt 2015 einen vergleichbaren asylpolitischen Schock, als Ankünfte über das Mittelmeer die Schwäche des Dublin-Systems offenlegten. Die EU billigte den Migrations- und Asylpakt 2024 und brachte ihn im Juni 2026 zur Anwendung.
Impact
Regional — Die EU-Ebene ist wichtig, weil die European Commission sagt, dass der Migrations- und Asylpakt nun gemeinsame Regeln zu Screening, Eurodac, Grenzverfahren, Solidarität und Verantwortung festlegt. Die belgische föderale Ebene ist wichtig, weil Fedasil, die Asylverwaltung und die Migrationsministerin oder der Migrationsminister diesen Druck in Aufnahmekapazität, Rückkehrpolitik und Fallbearbeitung übersetzen müssen. Flanders, Wallonia und Brussels spüren Auswirkungen über Aufnahmezentren, lokale öffentliche Sozialhilfezentren, Schulen, Sprachkurse und Gemeinden, doch die rechtliche Verantwortung bleibt in erster Linie föderal und auf EU-Ebene statt regional.
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